Für die Kinder und ihre Zukunft
Die Städtische Katholische Grundschule St. Martinus in Bad Honnef ist eine zweizügige Grundschule mit den Klassen 1 bis 4. Die Flexible Schuleingangsphase wird in der jahrgangsbezogenen Form geführt. Unser Schulprogramm und die schulische Arbeit wurzeln in einem christlichen und inklusiven Leitbild: Im Zentrum unserer schulischen Arbeit stehen immer das einzelne Kind und die Gemeinschaft der Klasse, der gesamten Schule und des Offenen Ganztags.
Neben den Säulen der schulischen Arbeit: Toleranz, Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Respekt ist der Dreh- und Angelpunkt für jede pädagogische Arbeit die „Beziehung“. Daraus leiten sich das Gesehen-werden, die Teilhabe und Partizipation, die Selbstwirksamkeit und die Resilienz auch in Krisenzeiten ab.
Für die Entwicklung von Menschen bedarf es eines vielfältigen Beziehungsgeflechtes.
Beziehung zu
- den anderen Kindern der Klasse und der Schulgemeinschaft
- dem Lehrpersonal und den OGS-Betreuenden
- den Menschen, Vereinen, Partnern im Ortsteil Selhof
- der Umgebung wie der Wald des Siebengebirges, zum Leben im Stadtteil Selhof und in der Stadt Bad Honnef
In einer Zeit der ökologischen Krise, der sozialen Krisen ist die Erfahrung von Teilhabe und Wirksamkeit immens wichtig:
- ich werde gesehen,
- ich bin Teil einer Gemeinschaft,
- ich finde Unterstützende und Verbündete
- meine Meinung ist wichtig und ich kann sie äußern
- ich werde ernst genommen
- ich kann (mit)gestalten und nachhaltig verändern in meiner Schule, meinem Stadtteil, meinem Ort
- ich kann (kleine) Schritte zur Veränderung der Welt gehen
- ich bin den äußeren Einflüssen nicht hilflos ausgeliefert
Konkret werden diese Gedanken im Schulalltag in zahlreichen Zusammenhängen deutlich:
Beziehungsbildung/Gemeinschaft
a) auf Kinderebene:
- Morgenkreis der Schulgemeinschaft an jedem Montagmorgen
- Klassenrat in jeder Klasse
- Kindersprechstunde mit der Sozialpädagogin
- Ausbildung und Organisation der Pausenhilfe (3./4. Klassen)
- Sozialtraining in den 1. Klassen
- Programm: Gewaltfrei lernen
- Kinderschutz: Die große Nein-Tonne, „Mein Körper gehört mir“
- Klasseninterne/klassenübergreifende Projekte und AGs
- Installation von Paten/Partnerklassen (Aktionen, Lesen….)
- Freundschaftsbank in den Pausen
- gemeinsames Feiern von Festen
b) auf Erwachsenenebene:
- Zusammenarbeit zwischen OGS-Personal und Lehrpersonal
- Ein gemeinsamer Studientag zum abgesprochenen Thema im Jahr
- Wöchentliche Treffen der Leitungen
- Zusammenarbeit mit den Eltern (Gespräche, Informationen über Schoolfox, Gremienarbeit, Förderverein etc.) und Teilnahme am Schulleben (Feiern etc.)
Teilhabe/Partizipation
- Aufnahme aller Kinder des Ortes in unserer Schule (Inklusion)
- Mitmachen bei vielen Aktionen in Selhof und der Gemeinde
- DaZ für Kinder, die wenig Deutsch sprechen
- Elterngespräche mit Dolmetscherunterstützung
- Öffnen der Schule für die unterschiedlichsten Vereine, Kindergruppen
- Weiterführung des Vormittags in den Nachmittag der OGS: Kooperation mit Vereinen (z.B. ATV und Dragons)
- Einbindung von EhrenamtlerInnen in einzelne Themen, AG-Angebote, Lesepaten, Hausaufgabenhilfe etc.
- Partizipation der Eltern: Mitwirken in den Schulgremien, im Förderverein, Unterstützung bei Klassenevents, Teilnahme am Tag der offenen Tür, Vorstellungen der Schule etc.
- Teilnahme am Programm „Balu und du“
Nachhaltige Bildung:
- Unterrichtliche Projekte z.B. zum Bienenschutz, gesundes Frühstück, Müllvermeidung und Mülltrennung etc.
- Projekte zu den 17 Zielen des BNE der UN
- Teilnahme an den Wettbewerben für nachhaltige Bildung der BHAG (Umweltschutz)
- Ausbildung von Energiedetektiven
- Regelmäßig stattfindenden Waldwochen/Waldtage: der Mensch kann nur das schützen, das er kennt und liebt
- Fair produzierte Schul-T-Shirts
Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit – demokratische Bildung
- Installation vom Klassenrat in allen Klassen
- Regelmäßig stattfindendes Schülerparlament
- Ausbildung der Pausenhilfen – Unterstützung der Kinder
- Handwerkzeug „Gewaltfrei lernen“ – ich kann handeln und mich schützen
- Mein Körper gehört mir
- Demokratietage der Adenauerstiftung
- regelmäßiges Schülerfeedback in Klasse 1 bis 4
Alle Kinder unserer Schule werden umfassend in all ihrer Verschiedenheit und Heterogenität im Gemeinsamen Lernen (GL) unterrichtet und gefördert. Die Entwicklungsbedürfnisse und Perspektiven aller Kinder, ob mit oder ohne Unterstützungsbedarfen, werden wahrgenommen und Bildungshemmnisse auf ihrem Weg beseitigt. Konkret begegnen wir dieser Heterogenität fachlich durch Individualisierung und Differenzierung im Fördern und Fordern und sozial durch vielfältige gemeinschaftliche Erlebnisse und Projekte und die Mitwirkung der Kinder. So kann eine kindgerechte und zukunftssichere Entwicklung jedes einzelnen Kindes in unseren Augen gelingen. Diesen Auftrag nehmen alle am Bildungsprozess beteiligten Personen ernst und arbeiten im Vor- und Nachmittag an dessen Umsetzung.
Alle Kinder sollen das Lernen als vielfältigen, sinn- und freudvollen, zuweilen anstrengenden, gelungenen Prozess erleben. Es ist die notwendige Grundlage für ein selbständiges Arbeiten und das Stärken eines positiven Selbstbildnisses. Dies kann nur in einer guten Zusammenarbeit mit den Eltern gelingen, die uns besonders am Herzen liegt und sich in zahlreichen Gesprächen und Einladungen zeigt.










